Die Druckindustrie ist von der Wirtschaftskrise sehr stark betroffen. Die Branche erwartet für das aktuelle Jahr einen Rückgang der Umsätze um etwa sechs Prozent. Auch werde es laut Experten weitere Insolvenzen geben. Aufgrund der Krise ist in der Druckindustrie auch mit einem Arbeitsplatzabbau zu rechnen, so Rolf Schwarz vom Bundesverband Druck und Medien (bvdm) am Dienstag. Von den insgesamt 172.000 Beschäftigten in der Druckereibranche waren 3.586 im ersten Quartal in Kurzarbeit.
Der Geschäftsführer rechnet mittelfristig mit einem Stellenabbau von etwa 40.000 Beschäftigten. In der Druckindustrie bestehen vor allem bei Herstellern von Massendrucksachen Überkapazitäten an Arbeitskräften. Lediglich Unternehmen mit Mediendatenbanken, Druckprodukten mit starker Veredelung und Unternehmen, die großformatige Außenwerbung herstellen, profitieren derzeit von einem Wachstum.
Derzeitige Gespräche mit der EU-Kommission sollen einen geregelten Abbau der Arbeitsplätze in betroffenen Sektoren ermöglichen. Aktuell wird die durch die Bundesregierung erst kürzlich verbesserte Möglichkeit der Kurzarbeit intensiv wahrgenommen.

