Über 100 Betrugsfälle bei Kurzarbeit aufgedeckt

Mindestens 100 Unternehmen stehen im Verdacht Kurzarbeit vorgetäuscht und die Bundesagentur für Arbeit (BA) dadurch unrechtmäßig um Millionenbeträge abgezockt zu haben. Die ins Visier der Bundesagentur für Arbeit geratenen Firmen haben Zuschüsse zu Sozialversicherungsbeiträgen und Kurzarbeitergeld erhalten, und das obwohl die Mitarbeiter die volle Stundenzahl gearbeitet haben.

Durch anonyme Anzeigen konnte die Bundesagentur für Arbeit Firmen enttarnen, die der Behörde mit ihrer Vorgehensweise einen Schaden von etwa 1,2 bis 1,3 Millionen Euro verursacht haben. Mit bisher insgesamt 31 Unternehmen kommt der Großteil aus Baden-Württemberg, aber auch in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Bremen und Bayern konnten Betrugsfälle enttarnt werden.

Die BA geht davon aus, dass Höchstdauer der missbräuchlich genutzten Zuschüsse, wenige Wochen beträgt. Lediglich in den neuen Bundesländern scheinen die Unternehmen noch eine Moralvorstellung zu besitzen, die eine finanzielle staatliche Unterstützung während einer Wirtschaftskrise wertschätzt.

bisher ein Kommentar
  1. Thomas

    Ich kann es auch nicht nachvollziehen. Die Unternehmen werden durch die Kurzarbeit deutlich entlastet und die Arbeitnehmer haben schon genug mit den Einnahmeneinbußen zu kämpfen. Muss man dann noch den Staat betrügen? In meinen Augen sollten die betrügerichen Unternehmen mindestens das 10-fache zurückzahlen, was sie sich erschlichen haben. Man muss dabei auch noch bedenken, dass die Arbeitnehmer wissentlich oder unwissentlich am Betrug beteiligt sind. Die Arbeitnehmer, die einen Verdacht haben, sollten sich unbedingt bei der Agentur für Arbeit melden, da sie sich ansonsten mit strafbar machen!

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