Im Vergleich zum Vorjahr sind die Arbeitskosten im zweiten Quartal 2009 deutlich gestiegen. Durch Kurzarbeit und Überstundenabbau zahlen die Unternehmen mehr Stundenlohn als noch vor einem Jahr. Denn um für einen absehbaren Aufschwung gerüstet zu sein, nehmen Unternehmen auch höhere Kosten in Kauf, um qualifizierte Mitarbeiter zu halten. Die Lohnstückkosten stiegen zum Teil um fast 25 Prozent.
Im Durchschnitt verteuerte sich eine Arbeitsstunde um 5,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Im verarbeitenden Gewerbe kostete die Arbeitsstunde 7,6 Prozent mehr als im letzten Jahr. Das Statistische Bundesamt Destatis macht deutlich, dass die Entwicklung nicht nur von den Arbeitskosten abhängig ist, sondern auch von den geleisteten Stunden, die durch die Wirtschaftskrise und damit zusammenhängende eingebrochene Auftragslage und rückläufige Produktionen durch Kurzarbeit zurückgegangen sind. Nur in den osteuropäischen Ländern waren die Arbeitskosten noch höher.

