Um der Wirtschaftskrise entgegenzuwirken und möglichst viele Arbeitsplätze zu sichern, wurde die Bezugsdauer für das Kurzarbeitergeld seit Herbst 2008 Schritt für Schritt auf 24 Monate verlängert. Zudem verbesserte die Regierung die Konditionen. Diese Maßnahmen haben sich bewährt und sollen auch nach Dezember 2009 fortgesetzt werden. Allerdings nicht mehr mit 24 Monaten als Höchstbezugsdauer. Sie soll laut Bundesarbeitsminister Franz-Josef Jung auf 18 Monate verringert werden. Die entsprechende Verordnung werde in Kraft gesetzt – mit Zustimmung von Bundeskanzlerin Angela Merkel.
Eine positive Rückmeldung zu dieser Entscheidung kommt auch von Seiten der FDP. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle erklärte hierzu: „Gegen diese sinnvolle und befristete Maßnahme sind wir Liberale nicht“. Durch das Kurzarbeitergeld hätten viele Facharbeiter in den Unternehmen gehalten werden können. Man dürfe nur nicht zu optimistisch sein. „Noch sind wir nicht über den Berg, es drohen weitere Firmenpleiten“, so Brüderle. Er schränkt jedoch ein, das Kurzarbeitergeld dürfe nur nicht zu einer Dauersubvention werden. Deutlich zu weit gehen ihm, dem Bundesarbeitsminister und der Koalition die Ideen der IG-Metall. Sie spricht sich in Notsituationen für eine 28-Stunde-Woche aus. Der Lohn für die entfallenen Stunden soll zu 25 Prozent gezahlt und gleichzeitig von Abgaben und Steuern freigestellt werden.

