Kurzarbeit bewahrt Arbeitsmarkt vor dem Zusammenbruch

Die Kurzarbeit hat auch im Dezember 2009 ihre Pufferfunktion bestens erfüllt. Sie sorgte erneut dafür, dass die Arbeitslosenzahlen sich in einem annehmbaren Rahmen bewegen und anders als vorhergesagt nur leicht gestiegen sind.

Dabei differenziert die Bundesagentur für Arbeit (BA) mittlerweile nicht mehr nur zwischen saisonbereinigten und unbereinigten Werten, sondern berücksichtigt auch die neu ausgerichteten arbeitsmarktpolitischen Instrumente. Demnach wären es im vergangenen Monat saisonbereinigt rund 3.000 Arbeitssuchende weniger gewesen. Angesichts der Neuausrichtung ergibt sich ein Plus von 6.000 und unbereinigt ein Anstieg um 60.000 Jobsuchende. Erwartet worden waren rund 85.000 Arbeitslose mehr und damit 3,3 Millionen Menschen ohne Job.

Die moderate Entwicklung am Arbeitsmarkt wird vor allem der Kurzarbeit zugeschrieben. Die Unternehmen in der Bundesrepublik hatten im vergangenen Monat für rund 140.000 Menschen Kurzarbeit angemeldet. Die Zahl stieg im Vergleich zum Vormonat nur gering an.

Mit Blick auf das Jahr 2009 hat sich die Kurzarbeit als Retter in der Not erwiesen. Insgesamt waren “nur” 155.000 Menschen mehr auf Arbeitssuche als 2008, insgesamt rund 3,423 Millionen Der Vorstandsvorsitzende der BA, Frank-Jürgen Weise, kann den Zahlen durchaus etwas Positives abgewinnen: „Trotz der tiefen Rezession hat sich der Arbeitsmarkt im Jahr 2009 robust gezeigt. Zwar ist die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr angestiegen, aber bei weitem nicht so stark wie befürchtet.“ In den neuen Bundesländern betrug die Arbeitslosenquote im Jahresschnitt rund 13 Prozent. Im Westen waren es 6,9 Prozent. Die Hoffnungen, dass der Arbeitsmarkt auch 2010 in eher ruhigen Bahnen verlaufen wird, halten sich jedoch in Grenzen. Volkswirte rechnen mit 3,95 Millionen Arbeitslosen.

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